Mehr Grün mit
HOMANN!

Was summt denn hier? 
Willkommen in der Grünen Welt von HOMANN! Hier geht es um alles, was mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun hat: zum Beispiel um Bienen! Denn ohne Bienen gäbe es keine Mayonnaise oder Remoulade – warum, das erfährst Du hier!

Und noch etwas gibt es zu entdecken: den digitalen 360°-Rundgang durch den HOMANN Garten! Hier gibt es viele Tipps, wie jeder selbst zuhause etwas mehr für Nachhaltigkeit tun kann.

Was machen eigentlich Honigbienen ...

Na, Honig zum Beispiel! Honigbienen leben und überwintern als Volk mit mehreren Tausend Bienen. Sie sind unglaublich sozial organisiert, jede Biene hat ihre Rolle und erfüllt bestimmte Aufgaben. 
Im Bienenstaat gibt es männliche Bienen (die Drohnen, die nur der Fortpflanzung dienen), die weiblichen Arbeiterinnen (die Mehrheit im Bienenstaat) sowie eine einzige Königin. 
Übrigens: Einen Stachel besitzen nur die Bienenweibchen!

Imker

... anders als Wildbienen?

Über 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland – ihr Aussehen und ihre Lebensweisen unterscheiden sich sehr. Die meisten von ihnen leben alleine, auch solitär genannt. Sie müssen also nur sich selbst versorgen und produzieren daher keinen Honig. Stattdessen stärken sie sich selbst mit Nektar und ihre Eier, aus denen später Larven schlüpfen, mit Pollen oder einem anderen Proteinvorrat. Um alleine zu überwintern und Eier zu legen, nutzen Wildbienen hohle Kammern, zum Beispiel in abgestorbenem Holz, in der Erde oder in Wildbienenhotels.

Biene auf Blume

Hier blüht die Mayonnaise von morgen ...

... und das verdanken wir den Bienen!
Denn die wichtigsten Zutaten unserer Mayonnaise und Remoulade sind Ei und Rapsöl. Neben anderen Bestäuberinsekten übernehmen Bienen die Bestäubung der Blüten, wie zum Beispiel beim Raps! Sie sind also unglaublich nützlich und unverzichtbar für Kultur- und Wildpflanzen. Und auch sonst sind Bienen harmlose Tiere, solange sie sich nicht lebensbedroht fühlen.
Übrigens: Sollten draußen gelb-schwarze Insekten summen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Wespen oder Schwebfliegen – denn Honigbienen sind nicht gelb-, sondern braun-schwarz gestreift.

Bienen-FAQs:
Häufig gestellte Fragen rund um Bienen

Wie wird die Bienenkönigin eigentlich zur Königin?

Ein Bienenvolk hat immer nur eine Königin: Sie ist das Oberhaupt und außerdem das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen eines Bienenvolks – alle Nachkommen des Staates stammen also von ihr ab.
Das Leben der Bienenkönigin beginnt, wie das der anderen Weibchen auch, als befruchtete Eizelle. Dann jedoch werden die auserwählten Larven mit einem speziellen Futtersaft, dem Gelée Royale, gefüttert und in eigenen speziellen Zellen aufgezogen. Die erste Königin, die schlüpft, hat es geschafft – und da es keine weitere Königin geben kann, sticht sie mit ihrem Stachel ihre Rivalinnen aus.a

Warum sind Bienenwaben sechseckig?

Sechsecke sind die perfekte Form für Bienenwaben, denn so wird das Verhältnis von Platz und Material am besten genutzt. Ein Beispiel: Vergleicht man ein Sechseck und ein Quadrat mit derselben Fläche, hat das Sechseck einen kleineren Seitenumfang als das Quadrat. Für quadratische Bienenwaben bräuchten Bienen also deutlich mehr Wachs zum Bau der Bienenwaben. 
Die Waben sind aber nicht nur platzsparend sechseckig, sondern auch noch perfekt symmetrisch! Einen ähnlichen Effekt kann man auch bei Seifenblasen beobachten: Stoßen zwei Seifenblasen zusammen, bildet sich eine perfekte glatte Wand zwischen ihnen.b
Auch die Zellen der Bienenwaben werden zunächst rund gebaut und anschließend durch sogenannte Heizerbienen erwärmt – wodurch sich das warme, geschmeidige Wachs zu perfekten Sechsecken mit glatten Wänden formt.

Wie viele Flügel haben Bienen?

Bienen haben zwei Flügelpaare und drei Beinpaare – insgesamt also vier Flügel und, wie alle Insekten, sechs Beine
Beim Fliegen nutzt die Biene jedoch einen Trick und verhakt die beiden Flügel auf jeder Seite. So kann sie eine größere Flügelfläche nutzen und es sieht so aus, als hätte sie nur ein Flügelpaar.

Woher weiß man, dass Rapshonig nur vom Raps stammt?

Ein Teil des Honigs, den die Honigbienen produzieren, wird vom Menschen geerntet: zum Beispiel als Rapshonig. Honig kann sehr unterschiedlich aussehen – vom fast schwarzen Tannenhonig bis zum hellen, nahezu weißen Rapshonig.
Woher weiß die Imkerin oder der Imker, dass dieser Honig sortenrein ist und nicht von anderen Blüten stammt? 
Das liegt an der sogenannten Blütenstetigkeit der Bienen: Haben sie eine ertragreiche Blütensorte gefunden, bleiben sie dieser treu. Das hat Vorteile für die Bienen – sie müssen nicht die komplizierten Mechanismen anderer Blüten erlernen. Und es hat Vorteile für die Pflanzen – sie werden nur mit ihrem arteigenen Pollen bestäubt.e
Raffiniert, oder?

Sind Bienen nicht gefährlich?

Bienen – Honig- wie Wildbienen – sind friedliche Tiere. Die Weibchen besitzen zwar einen Stachel, sie setzen ihn jedoch nur bei absoluter Lebensgefahr zur Selbstverteidigung ein.
Sollte es also im Garten summen, am besten Ruhe bewahren – und sich über die fleißigen Bienen freuen!

Warum sind Wildbienen eigentlich so wichtig für uns?

Jeder kennt den leckeren Honig und die Honigbienen, die diesen produzieren. Aber auch Wildbienen sind unglaublich wichtig, da sie genau wie die Honigbienen unverzichtbar für die Bestäubung sind. 
Viele Pflanzen sind auf sie angewiesen und würden ohne sie keine Früchte tragen. Gäbe es die Bienen nicht, müssten wir unsere Pflanzenwelt von Hand bestäuben, mit Pinseln!
Aber Wildbienen brauchen besonderen Schutz. Anders als Honigbienen leben sie nicht in Bienenstöcken, sondern sind auf Lebensräume in der Natur angewiesen: Sie nisten im Boden, aber auch in Totholz oder in durch Käfer gefressene Röhren. Diese Lebensräume gehen jedoch immer mehr verloren, je mehr der Mensch in die Natur eingreift: Flächen werden versiegelt, Grünflächen verschwinden und die Artenvielfalt geht verloren. 
Ein Wildbienenhotel imitiert die natürlichen Nistangebote und ist daher eine große Hilfe für Wildbienen.
Habt ihr das Wildbienenhotel in unseren 360°-Rundgang schon entdeckt?